TV- und Hörfunktipps 08.03. – 14.03.2010
Hallo Freunde des südamerikanischen Kontinentes!
Ward ihr auch bei der Jagd nach den brasilianischen Holzpiraten im Regenwald mit dabei? Eine spannende Woche mit klasse Berichten neigt sich dem Ende entgegen. Nicht traurig sein, denn ich habe hier schon den nächsten tollen TV-Tipp für euch parat. Auf uns warten wirklich interessante Tage mit beeindruckenden Dokumentationen.
Ich empfehle euch am 9.3. “Tropenfieber-Vorstoß am Orinoco”, wo wir uns gemeinsam auf die Spuren des großen Alexander von Humboldt machen können. Er will zusammen mit seinem Freund, dem Franzosen Aimé Bonpland beweisen, das es eine Verbindung gibt, zwischen dem Orinoco und dem Amazonassystem. Sie machen sich auf den Weg in den noch nahezu unerforschten Regenwald. Es ist eine gefährliche, aber auch einzigartige Entdeckungstour auf der wir dabei sein können.
Entdeckt mit dem großen Naturforscher Alexander von Humboldt den Orinoco und den Amazonas und werdet selbst zum Pionier.
Montag, 08.03.
00:20-02:25, ARTEÂ PotosÃ, eine Zeitreise. Dokumentation von Ron Havilio.
03:55-04:25, 3sat Brasilien: Favelas, Frauen und Gewalt. Von Petra Schulz. Weite Welten.
20:15-21:00, Phoenix Naturwunder Galapagos. 2. Inseln, die die Welt verändern. Von Patrick Morris u. Andrew Murray. Wh.: 07:30 u. 18:30.
Dienstag, 09.03.
00:25-00:30, Bayern Planet Erde. Argentinien.
04:40-05:25, Phoenix ZDF-Expedition – Unterwegs mit der Starship. Im Sog der Delphine – Von Alaska bis Argentinien. Von Kevin McCarey.
05:25-06:05, Phoenix ZDF-Expedition – Unterwegs mit der Starship. Venezuela – Mission zum grünen Planeten. Von Michael Gies u. Susanne Hillmann.
06:50-07:30, Phoenix ZDF-Expedition – Unterwegs mit der Starship. Galapagos – Die Insel der Drachen.
14:00-14:15, BR-alpha Kein Brot für Öl. Biosprit-Boom in Kolumbien. Wh.: 11.03., 08:45. Auch: 10.03., 06:45, Bayern.
20:15-21:00, Phoenix Naturwunder Galapagos. 3. Kräfte der Veränderung. Von Patrick Morris u. Andrew Murray. Wh.: 09.03., 07:30 u. 18:30.
20:15-21:00, ZDF Faszination Erde. 4. Patagonien – Leben am Limit. Mit Dirk Steffens.
20:15-21:00, ZDF neo Terra X. Tropenfieber – Vorstoß am Orinoco. Humboldts Entdeckungen in Südamerika. Von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus. Wh.: 10.03., 12:20 u. 15:15.
Rezept des Monats: El Cauche de Queso aus Peru
Habt ihr schon mal ein Gericht aus Arequipa gekostet? Wenn ja, seid ihr auch der Meinung, dass die Küche Arequipas ganz besonders schmackhaft ist? Laut der alten Arequipeños ist der wunderbare Geschmack unserer Speisen den fruchtbaren Feldern und der guten Qualität des Viehs zu verdanken. Die Gerichte sind auch sehr vielseitig und reichen von einfachen Kartoffelgerichten über zahlreiche Fleischspezialitäten bis hin zu leckeren Fisch- und Meeresfrüchtespeisen.
Jeder richtige Arequipeño weiß, dass es eine Spezialität für jeden Wochentag gibt: am Montag “El Chaque” (Brühe mit Kartoffeln, Gemüse, Fleisch, Eingeweide und Magen), am Dienstag “El Chairo” (Suppe mit Rind- oder Lammfleisch), am Mittwoch “Chochoca” (Brühe mit Mais, Fleisch und Gemüse), am Donnerstag “la Timpusca” (Eintopf mit Dörrfleisch und Algen) und am Freitag die berühmte “Chupe de Viernes” (Suppe mit Gemüse und ohne Fleisch). Bis heute wird in den Picanterias von Arequipa (typische Restaurants, wo Gerichte basierend auf pikanten Zutaten serviert werden) dieser Brauch strikt eingehalten.
Peru: Buchhaltung im alten Inkareich
Gehen wir doch einmal gedanklich in die Zeit der Inka zurück. Wie hat man denn im Inkareich so ganz ohne Schrift wohl die Verwaltung gehandhabt? Die Inkas hatten hierfür ihr eigenes System entwickelt, eine ausgeklügeltes Knotensystem, das man heutzutage nur noch im Museum beobachten kann: Quipu (quipu=Knoten auf Quechua), eine Knotenschnur mit unterschiedlichen Zahlenpositionen und Farben, die einen komplexen Datenspeicher darstellen.
Neben Nachrichtenübermittlung wurde das System der Quipu, bestehend aus verschiedener, gebündelter, geflochtener und gefärbter Schnüre auch für Buchhaltung genutzt. Je nach Anzahl und Position gaben die Knoten auf den senkrecht herab hängenden Schnüren unterschiedliche Werte wieder. Die untere Knotenreihe umfasste die Werte 1 bis 9, die zweite von unten 10 bis 99, die dritte 100 bis 999 etc.. Kein Knoten repräsentierte eine Null. Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist die Farbe der Schnur. So stellte eine gelbe Schnur die Anzahl der Rinder dar, eine braune Schnur die Anzahl der Schafe usw. Die Quipus wurden noch im 19. Jahrhundert von peruanischen Hirten zur Erfassung ihrer Viehbestände genutzt. Die Quipus wurden von den “Quipucamalloc” (Quipucamalloc = die Verantwortlichen der Quipu auf Quechua) genutzt, welche gewöhnlich die Gelehrten des Inkareiches waren.
Auch wenn ich zuvor erwähnt habe, dass die Quipu heutzutage nicht mehr genutzt wird, hat ein berühmter peruanischern Archeologe namens Federico Kaufmann die sozusagen “letzte Quipucancalla” entdeckt. In der Hochebene von Huaraz in der Cordillera Blanca im Norden Perus entdeckte Kaufmann eine Frau, welche auch heute noch das alte System Quipu mit den gleichen Techniken und mit den gleichen Charakertistiken verwendet.
TV- und Hörfunktipps März 2010
Hallo liebe Südamerikafans!
Die Zeit rennt und schon wieder sind etliche spannende Beiträge rund um Südamerika gezeigt worden. Freut ihr euch auch schon so darauf, was uns wieder erwartet? Für den Monat März habe ich schon einige unterhaltsame Dokumentationen und Reportagen gesichtet. Natürlich habe ich auch schon das Highlight des Monats für uns gefunden.
Am 9.3. können wir mit Dirk Seffens nach Argentinien reisen und “Patagonien – Leben am Limit” entdecken. Auf seiner Expedition begleiten wir ihn zum wilden Kap Hoorn an eine der südlichsten Spitzen der Erde. Auch der beeindruckende eisige Gletscher Perito Moreno wird besucht und bei der Begegnung mit den Gauchos, den wahren Cowboys dieser Region, lernt ihr auch die Menschen Patagoniens kennen. Spuren von Urzeitgiganten werden wir ebenfalls verfolgen können. Auf dieser unheimlich interessanten und vielfältigen Reise entdecken wir einiges dieser unwirklichen und wunderschönen Region.
Machen wir uns doch zusammen auf den Weg nach Patagonien und genießen diesen Beitrag zusammen.
Montag, 01.03.
19:30-20:15, ARTE Wildes Südamerika. (1): Land der Extreme. Von Karen Bass. Wh.: 08.03., 14:00.
Dienstag, 02.03.
19:00-19:30, BR-alpha Die Wüsten der Erde (5). Kälte, Staub und Minen. Wh.: 03.03., 09:30.
19:30-20.15, BR-alpha Peru – Das Fest des Schneesterns. Wh.: 03.03., 11:00.
19:30-20:15, ARTE Wildes Südamerika. (2): Fluss ohne Grenzen. Von Huw Cordey. Wh.: 09.03., 14:00.
Mittwoch, 03.03.
06:00-06:45, Phoenix Kolumbus letzte Reise. Spurensuche im karibischen Meer.
15:00-15:45, 3sat Operation Rote Erde. Kampf um den Regenwald am Amazonas.
19:30-20:15, ARTE Wildes Südamerika. (3): Sümpfe und Savannen. Von Ian Gray. Wh.: 10.03., 14:00.
19:30-20:15, BR-alpha Ecuador. Ein moderner Indianer. Wh.: 04.03., 11:00.
21:05-21:30, 3sat Affenalltag am Amazonas. Von Hans Giffhorn.
Kurzfristige Angebote März 2010
Peru, Ecuador, Venezuela oder doch Bolivien? Was steht bei euch auf der Wunschliste der nächsten Reiseziele? Guckt doch in unsere kurzfristigen Angebote rein. Die Liste ist lange und bestimmt ist auch etwas für euch dabei.
viComfort Ecuador Galapagos (21 Tage)
27.04.2010 – 17.05.2010
Nach einer Rundreise zu den Highlights und Geheimtipps Ecuadors stecht ihr in See bei einer Kreuzfahrt durch die Galapagosinseln. Bei dieser faszinierenden Kombination erlebt ihr die Anden auf der Straße der Vulkane, besucht eine Rosenfarm, schaut Handwerkern beim Weben und Pflechten der Otavalo-Produkte zu und schlendert durch die Kulturstädte Cuenca und Quito bevor ihr hautnah auf Darwins Spuren die Einzigartigkeit der Tierwelt auf Galapagos spüren könnt.
viYoung Transamerika (24 Tage)
23.04.2010 – 16.05.2010
Von Lima führt euch die Tour zunächst in das Reich der Inka um Machu Picchu und Cuzco. Von dort geht es über die Hochebenen der Anden Boliviens zum Titicacasee und der weltweit höchst gelegenen Großstadt, La Paz. Des Weiteren erlebt ihr die skurrilen Landschaften des Salzsees Uyuni, die endlosen Weiten der argentinischen Pampa, die tosenden Wasserfälle Iguazus und schneeweiße Strände in Brasilien.
Positive Nachrichten aus Cuzco, Peru
Die Ruinen von Machu Picchu und die alten Inkapfade in der Region um Cuzco werden laut dem peruanischem Behörden am 1. April wieder für nationale und internationale Touristen geöffnet sein! Aufgrund starker Regenfälle in der Region Cuzco hatte die peruanische Regierung Ende Januar für die Dauer von 60 Tagen den Notstand in mehreren Distrikten und Provinzen ausgerufen. Durch das Unwetter wurden sämtliche Zufahrtswege (Bahn und Straße) zum Weltwunder Machu Picchu unpassierbar. Glücklicherweise wurden die Ruinen selbst und die alten Inkapfade nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Nun gibt es wieder positive Nachrichten aus Cuzco zu berichten. Die Regenfälle haben nachgelassen, so dass Fortschritte bei Reparaturarbeiten gemacht werden konnten, wie z.B. die komplette Rekonstruktion der Bahnschienen auf der Teilstrecke Wasserkraftwerk-Aguas Calientes. Laut PeruRail und dem Ministerium für Transport und Kommunikation, werden sowohl die Zugverbindung als auch die alternative Route via Santa Teresa in der ersten Aprilwoche wieder in Betrieb genommen.


