Argentinien – Salta, Schönheit im Norden
Wenn Sie an Südamerika denken, verbinden Sie es auch häufig mit Haziendas altspanischer Prägung? Je nach Vorstellung mit Weingut oder Rinderhaltung, wo Gutsherren und Arbeiter sich das Leben mit Gitarren, großzügigen Barbecues und Wein verschönern? Dieses zugegeben etwas klischeehafte Bild finden Sie wirklich in der argentinischen Provinz Salta wieder. Typisch ist hier das Bild des Gaucho, der berittene matetrinkende Viehtreiber und Landarbeiter, der argentinische Cowboy. Seine Musikstile, die Zamba und die Chacarera, werden in weiten Teilen des zentralen Südamerikas gehört und getanzt.
Unsere Argentinien Nord+Süd Tour besucht für 24 Tage ab dem 23. Februar 2011 diese Region. Ich hatte das Glück die Erkundungen vor Ort durchzuführen und muss gestehen, dass ich mich in diese Gegend verliebt habe. Gründe für meine Schwärmerei für Salta und Umgebung sind zum einen die unvermutete landschaftliche Vielfalt in dieser für argentinische Maßstäbe eher kleinen Provinz: das zentralandine Hochland, so typisch für Peru und Bolivien findet im argentinischen Nordwesten, am Vulkan Llullaillaco seinen Abschluss und geht in die rötlichen Berge des andinen Vorlandes über. Gleichzeitig stoßen die Ausläufer der Kordilleren östlich an die subtropischen Wälder und Steppen des Gran Chaco.
Die Mischung der indigenen Kulturen und des spanischen Lebensstiles hat es mir angetan. Schon vor den Inkas lebten Völker der Bergtäler wie die Omacaguas im Austausch mit Stämmen des Tieflandes wie die Guaranies des Chaco. Für die aus dem Norden, aus dem kalten und harten Hochland einströmenden Konquistadoren müssen die fruchtbaren warmen Täler wie eine Erlösung gewirkt haben. Im kleinen Dorf Susques, kurz unterhalb des Hochlandes bezeugt dies die älteste Kirche Argentiniens, aus Lehm und Stroh erbaut.
Ein dritter, eher persönlicher Grund bindet mich als Bolivianer an diese Gegenden: Mein Vater stammt aus dem Süden Boliviens, im Grenzgebiet zu Argentinien und als ich mich in Salta und Umgebung umschaute, fühlte ich mich schnell heimisch, fast wie als Kind im Sommerurlaub bei meinem Onkel, so groß die Ähnlichkeiten der Sprache, der Bräuche und der Trachten. Historisch gehören diese Regionen zusammen und waren wichtige Stationen für die Lama- und Mulikarawanen die das Silber aus den Bergwerken von Potosi an den Hafen von Buenos Aires am Atlantik beförderten.
Die Natur- und Kulturlandschaft der “Quebrada de Humahuaca”, ein vom Rio Grande eingekerbtes Tal welches das Hochland bei Humahuaca, nahe der bolivianischen Grenze mit Purmamarca in der Nähe der Stadt Jujuy verbindet ist wegen der Schönheit ihrer bunten Berge, ihren kolonialen Dörfern und ihre Geschichte im Jahr 2003 von der UNESCO zum Welterbe ernannt worden.
Sobald ich kann fahre ich wieder hin! Tun Sie es mir doch nach. Erleben Sie Argentinien in seiner kompletten Ausdehnung und Vielfalt. Lassen Sie sich die Jesuitenruinen in den Subtropen, das Sumpfgebiet Esteros del Iberá, die Giganten Patagoniens sowie die Ende-der-Welt-Stimmung in Ushuaia nicht entgehen!
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Stimmt nicht für Salta “in dieser für argentinische Maßstäbe eher kleinen Provinz”. Salta ist die 6. grösste Provinz Argentiniens.
siehe:
http://es.wikipedia.org/wiki/Anexo:Provincias_de_Argentina_por_superficie
Saludos!!!
Hola Julio,
Natürlich ist die Provinz Salta nicht so klein, wie es im Artikel rüberkommt. Aber es bietet auf verhältnismässig kleinen Raum sehr viel Abwechslung und sollte bei einem Argentinienbesuch nicht ausgelassen werden.
Viele Grüße
Max
Ich habe mich auf meiner Südamerikatour (auf eigene Faust) ebenfalls in die Stadt Salta verliebt. Landschaftlich einmalig. Ausgangspunkt für fantastische Ausflüge, wie Reiten, Rapel, Rafting, und die Menschen haben auf mich eine Ruhe ausgestrahlt,als würden sie ständig im Urlaub.
Aber ich glaube fast: in Südamerika gibt es nur fantastische Orte und liebenswerte Menschen.