Rezept des Monats – “Encebollado ecuatoriano”
Sie haben noch nie von Encebollado gehört? Hier finden Sie das Rezept zu diesem typisch ecuadorianischem Gericht! Encebollado, ein kräftiger Sud aus Yukka (oder Maniok), roten Zwiebeln, Thunfisch und Tomaten, ist ein traditionelles Gericht der Küstenregion Ecuadors. Es kann jedoch im ganzen Land gefunden und zu jeder Uhrzeit genossen werden. Viele Ecuadorianer stärken sich schon morgens zum Frühstück mit einem Encebollado begleitet von Popcorn, frittierten Kochbananenchips oder Reis.
Es wird vermutet, dass der Ursprung dieses Gerichtes zurückgeht auf die Blütezeit der Kolonialstadt Guayaquil, eine Hafenstadt gelegen im Südwesten Ecuadors. Auf den Schiffen, Galeonen und Werften, arbeiteten Ingenieure und Arbeiter lange Stunden und durch die harte, körperliche Anstrengung waren sie oft müde. Man sagt, dass die Männer nach durchzechten Nächten, am Morgen danach ein kräftigendes Encebollado verzehrt haben, was ihre Kopfschmerzen gelindert hat. Der Geschichte nach, waren es die schwarzen Sklaven, die den Encebollado erfunden haben, die meist als Wasserträger oder Köche auf den Schiffen gearbeitet haben. Auch heute noch gilt Encebollado als Wundermittel gegen Kopfschmerzen nach einer langen Nacht.
Rezept des Monats – “Salteñas bolivianas à la carte”
Der Name “Salteñas bolivianas” sagt Ihnen nichts? Dann wird Ihnen gleich das Wasser im Mund zusammenlaufen, wenn Sie unser Rezept des Monats lesen. Die Salteña, die typische saftige Empanada ist eine gefüllte Teigtasche. Dieses ursprüngliche Gericht Boliviens und Argentiniens aber auch anderer südamerikanischer Länder wie Kolumbien hat eine Füllung aus Fleisch oder Hühnchen, Ei, Kartoffeln und einigen speziellen Zutaten und Variationen.
In Peru können Sie sie in speziellen Geschäften kaufen, wo ausschließlich die leckeren Empanadas verkauft werden. Oder Sie finden sie in kleinen mobilen Verkaufsständen auf der Straße oder an den schönen Plätzen in den Städten und Dörfern. Selbst im Ausland, wo es bolivianische Einwanderer gibt, können Sie mittlerweile in den Genuss kommen, diese leckeren Happen zu geniessen. Sie müssen nur die Augen aufhalten und einmal nachfragen.
Die Geschichte der Salteña, der Empanada, begann im 19. Jahrhundert, als Juana Manuela Gorriti, in Salta (Argentinien) geboren, mit ihrer Familie nach Tarija Stadt nach Bolivien fliehen musste. Sie ließen alles hinter sich um dort ein neues Leben anzufangen. Aus diesem Grunde fing Manuela an, sogenannte “empanadas caldosas” zu machen, wässrige Empanadas, um der Armut zu entfliehen.
Rezept des Monats – Venezolanische “La Pisca Andina”
Eines der repräsentativsten Gerichte der venezolanischen Anden ist ohne Zweifel die “Pisca Andina”, eine kräftige Suppe. Für die Menschen, die hier leben, kommt die Kraft aus einem stärkenden Frühstück in Form einer Brühe. In den Andenregionen hat man sich schon seit Jahrhunderten an eine Suppe als wichtigen Bestandteil eines jeden Frühstücks gewöhnt und sie ist aus der venezolanischen “Esskultur” nicht mehr wegzudenken.
Sie wird aus Kartoffeln, Milch und Käse zubereitet. Zum Schluss wird sie mit Koriander verfeinert. Es ist nicht schwer sich hier in den Bergen daran zu gewöhnen, denn es besteht eine fast bedingungslose Liebe zur Suppe. In der Andenregion ist es kalt und reich an Pflanzen wie der Kartoffel. Die Pisca ist somit eine sehr weit verbreitete und einfach leckere Mahlzeit.
WM-Cocktails aus Brasilien
Brasilien – das größte Land Südamerikas bringt man natürlich sofort mit Fußball in Verbindung. Wir alle kennen die berühmten brasilianischen Spieler, wie Pele, Zico, Ronaldinho und Kaka. Gerne lassen wir uns vor dem heimischen Fernseher von Dribblings und Kunststücken dieser brillanten Fußballstars verzücken. Doch wie bereiten sich die fußballverückten Brasilianer im Alltag selbst auf das Ereignis “Fußball-Weltmeisterschaft” vor?
Viele Brasilianer verfolgen die Spiele nicht zu Hause, sondern wie bei uns mit Freunden und Bekannten. In einer Strandbar, Kneipe oder auch auf der FIFA-Fanmeile an der Copacabana in Rio de Janeiro. Schon vor den Spielen wird ausgiebig gefeiert. Doch wie wärmen sich die Brasilianer nun auf ein Fußballspiel vor? Natürlich mit eiskaltem Bier, Caipirinha und…? Batida! Ein Cocktail, den wir aus unseren heimischen Partyevents kennen, doch uns oft nicht bewußt ist, daß der Batida auch aus Brasilien kommt. Wir möchten Ihnen heute drei Batidas vorstellen, die sie mit großer Wahrscheinlichkeit in jeder brasilianischen Bar probieren könnten.
Rezept des Monats – Der peruanische “King Kong”
Kennen Sie einen Nachtisch, der einen ganz beängstigenden Namen trägt und trotzdem einfach nur lecker ist? King Kong ist so eine typische Süßspeise der peruanischen Küche. Ursprünglich kommt sie aus der nördlichen Zone, genauer aus der Region Lambayeque. Sie besteht aus Keksen, Mehl, Butter, Eigelb und Milch, die in Pudding, süßer Ananas und süß verzahnter Erdnuss zwischen den Keksen geschichtet werden. Auch wird noch ein Cookie in der Mitte beigefügt. Die Speise wird ebenso zu je einem halben oder einem Kilo verkauft, wie auch in kleineren Portionen.
Der Name stammt aus den 30ern, als der berühmte Film “King Kong” gezeigt wurde. Die Menschen scherzten, die Größe und die Gussform ähneln so der Figur des King Kong, sodass sie ihr den Namen des angsteinflößenden Geschöpfes gaben.
Rezept des Monats – Carurú aus Brasilien
Freitags isst man in Brasiliens Provinz Bahia das historische Gericht Carurú. Das Gemisch, bestehend aus Kräutern und Quiabo-Gemüse, (auch Okras oder Gemüse-Eibisch) ist indianisch-afrikanischer Herkunft und wird zusammen mit Fisch oder Fleisch serviert. Wenn Sie sich diesen Gaumenschmaus nicht entgehen lassen wollen, erkläre ich Ihnen, wie Sie diese brasilianische Köstlichkeit zubereiten können. Zuvor möchte ich Ihnen noch einen kleinen Eindruck geben, wie dieses Rezept entstand bzw. wodurch es geprägt wurde.
Die zahlreichen Einflüsse auf die brasilianische Kultur spiegeln sich in Religion, Tänzen, Musik und natürlich auch besonders in der Küche des Landes wieder. Salvador de Bahia war sogar einmal die Hauptstadt des Landes, was ein weiterer Grund dafür ist, dass die afrikanischen Einflüsse hier besonders zu spüren sind. Viele tausende Sklaven wurden zu Kolonialzeiten hierher verschifft – die Stadt entwickelte sich dadurch zur Wiege der afro-brasilianischen Kultur und folglich auch Küche.

Nun komme ich zu den Zutaten für dieses leckere Gericht aus Bahia. Die Angaben sind für 6 Personen berechnet.


