Die 50 schönsten Orte Südamerikas – Teil 1
Ein romantischer Kuss vor der Kulisse Rio de Janeiros, winzig erscheinende Menschen in Kanus vor der grandiosen Szenerie des “Salto Angel”, dem höchsten Wasserfall der Welt, oder das Rauschen des Pazifiks in Kolumbien, wo der Regenwald sich mit dem weiß glitzernden Sandstrand verbindet: Mit herrlichen Fotos und Geheimtipps führen wir Sie in fünf Teilen an 50 der schönsten Orte des südamerikanischen Kontinents und stillen die Sehnsucht nach unvergesslichen Traumzielen fernab des Pauschaltourismus.
Kolumbien – Choco, das schlafende Paradies
Walbeobachtung an der Pazifikküste und anschließend Affen im Urwald? Das alles ist möglich im Choco. Der Himmel zieht sich langsam zu, verdeckt dabei die Abendsonne und legt sich über das stille und dunkle Meer. Als Kontrast hallen aus dem nahen Urwald die Geräusche der Vögel, Affen und Zikaden. Sie künden den Abend an, aber nicht die Stille, die Nachtschicht beginnt in den Wäldern während mich ein leichter Nieselregen erfrischt. Bei 27 Grad abends um 18 Uhr eine willkommene Wohltat.
Ich befinde mich umgeben von einer alles bestimmenden Natur, so fern von meinem städtischen Alltag, dass ich auch auf einem anderen Planeten sein könnte: Ich bin im Choco!
Auf 46.500 km² Fläche befindet sich eines der vielleicht letzten Paradiese dieser Welt. Choco verfügt über eine Straße, die die Hauptstadt der Region Choco – Quibdo – mit Medellin verbindet. Die Fahrzeuge, die diese Strecke befahren, verfügen über Allrad-Antrieb und sind speziell höher gebaut um die tiefen Pfützen und Schlaglöcher während der Regenzeit durchfahren zu können.
Reisende erzählen – Lama-Trekk in der Cordillera Blanca
Südamerika bereisen – in dieser Artikelreihe beschreiben viventura Reisende ihre Erlebnisse und Gefühle. Für jeden, der einmal den südamerikanischen Kontinent bereist hat, ist dies ein freudiges Wiedersehen mit der unbeschreiblichen Natur und Kultur. Das Lächeln, das unsere Tourteilnehmer auf den Gesichtern der Menschen vor Ort bewundern, setzt sich beim Lesen sofort im eigenen Gesicht fest. Sie werden die Beschreibungen der Orte geniessen und weitere Sichtweisen von anderen Personen “hautnah” kennenlernen.
Diejenigen von Ihnen, die die Anziehungskraft dieses Kontinents ergründen wollen, finden in dieser Reihe die Gelegenheit durch die Augen der Menschen zu sehen, die voller Faszination durch die verschiedenen südamerikanischen Länder gereist sind. Den Anfang dieser Reihe macht Michael mit seinem Lama-Trekk durch die Weiße Kordillere in Peru, den er auf der viActive Peru Nord+Süd XXL erlebt hat.
In Ecuador werden die wahren Panamahüte hergestellt!
Erscheint Ihnen dieser Titel ein wenig eigenartig oder auch widersprüchig? Der berühmte Panamahut wird nämlich seit jeher in Ecuador hergestellt. Kennen Sie den bekannten “Sombrero” (Hut) vielleicht auch? Diese weißen Klassiker sind eine wahre Spezialität mit einer langen Geschichte und Vergangenheit. Die Hüte haben ein sehr feines Gewebe, einen unverwechselbaren Knick in der Mitte und das berühmte schwarze Band.
Seit 1630 werden diese “Sombreros” in Ecuador gefertigt. Ganz besonders viel und vor allen Dingen mit einer sehr hohen Qualität werden sie hergestellt an der Küste in der Region ManabÃ. Noch vor einigen Jahrhunderten hatten sie zwar noch nicht die heutige charakteristische Form, jedoch wurden sie schon damals aus dem selben Stoff und Material produziert. Die Vorteile von Leichtigkeit und Frische des Stoffes sind ideal um sich vor der manchmal sehr starken ecuadorianischen Sonne zu schützen und sie so ganz entspannt zu genießen. Außerdem hat er eine ganz flexible Faser, die es ermöglicht, ihn ganz einfach zu falten, ohne ihn zu beschädigen. Wie kann es jedoch sein, das ein so berühmtes Exportprodukt Ecuadors den Namen Panamas trägt?
“Der kleine Prinz” in Patagonien
Sie fragen mich nach der ersten Fluggesellschaft Argentiniens? Dazu kann ich Ihnen eine spannende kleine Geschichte erzählen: Am 12. Oktober 1929 kam Saint Exupery in Argentinien an, wo er zum Gründer der ersten Fluggesellschaft des Landes – Aeropostal Argentina – und gleichzeitig dessen erster Pilot wurde. Das Unternehmen war vor allem auf den Transport von Post spezialisiert. Während seines Aufenthaltes in der Hauptstadt Buenos Aires wohnte der Autor des “Kleinen Prinzen” in der “Galeria Guemes”.
Dieses, damals höchste Gebäude der Stadt, ist heute zu einem obligatorischen Stopp auf unseren Argentinien-Touren geworden, da hier die Tango-Show stattfindet, die wir in Buenos Aires mit unseren Gruppen besuchen.

Saint Exupery in seiner Maschine “Lochkeed P-38 Lightning (F-5)” (von damopabe)
Robinson Crusoe in Ecuador – Erlebnisse aus Floreana
Die Galapagos-Inseln sind bekannt als Paradies für Naturliebhaber und nachwievor Lebensort vieler endemischer, sprich nur hier vorkommender Tierarten. Weniger bekannt, doch nicht weniger spannend ist die Besiedlungsgeschichte der Inseln. Die Besiedlung der Galapagos-Insel Floreana liest sich wie ein Robinson Crusoe Roman, dessen Hauptfiguren aus dem schönen Rheinland sind.
1932 erreichte die aus Köln stammende Familie Wittmer die Insel und ließ sich dauerhaft nieder. Noch heute betreiben die Nachfahren hier eine kleine Pension und sind Besitzer von Kreuzfahrtschiffen. Bis hierhin war es jedoch ein weiter Weg. Fernab von der Heimat wollten sie auf Florena Land urbar machen und als Siedler ein neues Leben starten. Der Kampf gegen die fremde Natur war jedoch härter als erwartet. Sie trafen auf wilde Tiere, die keine Scheu vor Menschen kannten und erlebten Vulkanausbrüche auf Nachbarinseln.


