viventura | Südamerika Blog

 

Erfahrungsbericht zum Erdbeben in Chile

Montag, den 1 März 2010 von Hendrik 8 Kommentares »

http://www.flickr.com/photos/11268615@N00/4392683046/Zum Zeitpunkt des schweren Erdbebens um kurz nach 3.30 Uhr nachts am Samstag, den 27. Februar habe ich in meiner Wohnung geschlafen.

Ich bin sehr glücklich, dass ich in der Lage bin diesen Artikel zu schreiben. All meine Bekannten, d. h. meine Kollegen in Chile, unsere Reisegruppe in Santiago, die Freiwilligenarbeiter und alle aus unserem Sozialprojekt in Santiago sind mit dem Schrecken davon gekommen. Es geht uns allen gut. Das sollte vorneweg erwähnt werden.

Im Foto: Schäden des Erdbebens in Santiago
Autor: pviojo, flickr

Am Freitag Abend war ich ausnahmsweise früh zu Bett gegangen. Ich wohne im Zentrum Santiagos im 13.Stock eines der vielen Hochhäuser. An leichte Beben habe ich mich die letzten Jahre über gewöhnt. Diese Beben haben mich im 13.Stock zwar stets beunruhigt, aber ich hatte mich zum einen daran gewöhnt, dass sie schnell aufhörten, zum anderen mir bewusst gemacht, dass es gut sei, wenn sich der Druck auf den tektonischen Platten, die sich vor Chile übereinander schieben, so nicht aufstaut.

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Antarktis – die ganz andere Reise!

Montag, den 1 März 2010 von Martin 9 Kommentares »

63622 - Eisbrecher“Man stelle sich ein Land vor, so groß wie Australien und Europa zusammen. Sonniger als Kalifornien und doch kälter als das Gefrierfach eines Kühlschranks. Trockener als Arabien und höher als die bergige Schweiz. Leerer als die Sahara. Es gibt nur einen Ort auf der Welt, auf den diese Beschreibung zutrifft. Die Antarktis – dieser fremde, aber wunderschöne Kontinent im untersten Teil der Erde“ (J. M. DUKERT). Besuchern hat dieses ferne Land eine Vielzahl an spektakulären Attraktionen zu bieten!

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Erdbeben in Chile – viventura Teilnehmer wohlauf

Sonntag, den 28 Februar 2010 von Yvonne

Chile wurde am heutigen Samstag Morgen 3:34 Uhr Ortszeit (7:34 MEZ) von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Beben mit dem Epizentrum vor der Küste Nahe der südchilenischen Stadt Concepcion erreichte eine Stärke von 8,8 auf der Richter-Skala. Auch in der Hauptstadt Santiago de Chile gab es Schäden und in Teilen des Landes kam es zu Stromausfällen. Zur Zeit ist der Flughafen in Santiago wegen Stromausfall für mindestens 24 Stunden gesperrt.

Auch viventura-Gruppen haben die Beben miterlebt.

Alle Teilnehmer sind jedoch wohl auf. Wir haben mit allen Reiseleitern gesprochen.

Die Mitarbeiter von viventura Chile konnten das Beben ebenfalls spüren, glücklicherweise geht es allen sehr gut.

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

 

Rezept des Monats: El Cauche de Queso aus Peru

Sonntag, den 28 Februar 2010 von Melanie 1 Kommentare »

cauchefotoHabt ihr schon mal ein Gericht aus Arequipa gekostet? Wenn ja, seid ihr auch der Meinung, dass die Küche Arequipas ganz besonders schmackhaft ist? Laut der alten Arequipeños ist der wunderbare Geschmack unserer Speisen den fruchtbaren Feldern und der guten Qualität des Viehs zu verdanken. Die Gerichte sind auch sehr vielseitig und reichen von einfachen Kartoffelgerichten über zahlreiche Fleischspezialitäten bis hin zu leckeren Fisch- und Meeresfrüchtespeisen.

Jeder richtige Arequipeño weiß, dass es eine Spezialität für jeden Wochentag gibt: am Montag “El Chaque” (Brühe mit Kartoffeln, Gemüse, Fleisch, Eingeweide und Magen), am Dienstag “El Chairo” (Suppe mit Rind- oder Lammfleisch), am Mittwoch “Chochoca” (Brühe mit Mais, Fleisch und Gemüse), am Donnerstag “la Timpusca” (Eintopf mit Dörrfleisch und Algen) und am Freitag die berühmte “Chupe de Viernes” (Suppe mit Gemüse und ohne Fleisch). Bis heute wird in den Picanterias von Arequipa (typische Restaurants, wo Gerichte basierend auf pikanten Zutaten serviert werden) dieser Brauch strikt eingehalten.

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viventuras 5000-Euro-Spende nach Brasilien

Samstag, den 27 Februar 2010 von Otto 1 Kommentare »

Der Ortsteil PortelinhaSchon gespannt was mit der anderen Hälfte der viventura Spende aus dem Adventskalender-Gewinnspiel passiert? Wie Yvonne schon versprochen hat, berichte ich euch heute, wie euer fleißiges Mitraten in der Vorweihnachtszeit einem Gemeindeentwicklungsprojekt in Brasilien zu Hilfe kommt. Insgesamt 5000 Euro bekam der Verein viSozial e.V. zur Unterstützung des Projektes in Taboquinas, ein zu Itacare gehörender Stadtteil an der brasilianischen Küste.

Warum wollen wir genau dort helfen? In dem 5000 Seelenort, der hauptsächlich von Kaffeeanbau lebt, haben sich die Lebensbedingungen, seit die Kaffeeplantagen in 1993 eine Pilzplage heimgesucht wurde, sehr verschlechtert. Der Lebensstandard ist auf das Nötigste beschränkt, es gibt kaum Arbeit und der Kommerz beschränkt sich auf den Tante Emma Laden an der Ecke. Im Jahre 2000 reiste ich zum ersten Mal nach Taboquinas und entdeckte das unheimliche touristische Potential des Ortes. Vor allem im Bereich des Abenteuer-Tourismus hat das Dorf durch das Wildwasser des nahe liegenden Rio de Contas einiges zu bieten. Die Stromschnellen verpassen jedem noch so hart gesottenen Abenteurer einen gewissen Andrenalinkick. Genau dieses touristische Potential soll durch das Projekt zum Entwicklungsmotor der Gemeinde werden. Das Projekt greift die Idee des Community Tourism auf, um so die Gemeinde ganzheitlich zu unterstützen. Seit 2003 sind mehrere Familien an diesem Projekt beteiligt und bereiten sich darauf vor, den Touristen ihre Kultur und Lebensweise zu zeigen.

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Peru: Buchhaltung im alten Inkareich

Samstag, den 27 Februar 2010 von Cristina

QuipoGehen wir doch einmal gedanklich in die Zeit der Inka zurück. Wie hat man denn im Inkareich so ganz ohne Schrift wohl die Verwaltung gehandhabt? Die Inkas hatten hierfür ihr eigenes System entwickelt, eine ausgeklügeltes Knotensystem, das man heutzutage nur noch im Museum beobachten kann:  Quipu (quipu=Knoten auf Quechua), eine Knotenschnur mit unterschiedlichen Zahlenpositionen und Farben, die einen komplexen Datenspeicher darstellen.

Neben Nachrichtenübermittlung wurde das System der Quipu, bestehend aus verschiedener, gebündelter, geflochtener und gefärbter Schnüre auch für Buchhaltung genutzt. Je nach Anzahl und Position gaben die Knoten auf den senkrecht herab hängenden Schnüren unterschiedliche Werte wieder. Die untere Knotenreihe umfasste die Werte 1 bis 9, die zweite von unten 10 bis 99, die dritte 100 bis 999 etc.. Kein Knoten repräsentierte eine Null. Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist die Farbe der Schnur. So stellte eine gelbe Schnur die Anzahl der Rinder dar, eine braune Schnur die Anzahl der Schafe usw. Die Quipus wurden noch im 19. Jahrhundert von peruanischen Hirten zur Erfassung ihrer Viehbestände genutzt. Die Quipus wurden von den “Quipucamalloc” (Quipucamalloc = die Verantwortlichen der Quipu auf Quechua) genutzt, welche gewöhnlich die Gelehrten des Inkareiches waren.

Auch wenn ich zuvor erwähnt habe, dass die Quipu heutzutage nicht mehr genutzt wird, hat ein berühmter peruanischern Archeologe namens Federico Kaufmann die sozusagen “letzte Quipucancalla” entdeckt. In der Hochebene von Huaraz in der Cordillera Blanca im Norden Perus entdeckte Kaufmann eine Frau, welche auch heute noch das alte System Quipu mit den gleichen Techniken und mit den gleichen Charakertistiken verwendet.

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  • Andrea: Dies sind sehr schöne Nachrichten.
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