Tradition aus Bolivien: “Feria de las Alasitas”
In Bolivien könnt ihr euren Studium-Abschluss auf dem Alasitas Markt kaufen! Geht dies den wirklich? Die “Feria de las Alasitas” ist eine typisch bolivianische Institution, die schon seit dem Jahre 1781 existiert. Diese Feria findet jedes Jahr in vielen Städten Boliviens statt, den größten Markt allerdings könnt ihr jedes Jahr in La Paz am 24. Januar besuchen. Er findet zu Ehren von Ekeko, der Gott der Aymara, statt, da er dem Glauben nach Fruchtbarkeit, Wohlstand und Freude bringt. Die Einheimischen verbinden darüber hinaus mit Ekeko, dass er ihnen Glück bringt und das Unglück vertreibt.
Heutzutage werden während der Feier, die insgesamt 3 Wochen andauert, alle möglichen Gegenstände im Miniaturformat verkauft und gekauft. In einer Zelebration symbolisieren die Stücke Wünsche, die im nächsten Jahr erfüllt werden sollen.

Wenn ihr zum Beispiel ein Haus bauen wollt, könnt ihr eine Schaufel, Zement oder gleich das ganze Haus in Kleinformat anschaffen. Wer sich Geld wünscht, kauft sich die kleinen Geldscheine, um im nächsten Jahr reich zu werden. Aber auch winzige Holzfiguren, wie Babys, Hochzeitstorten oder ein Korb voll mit Nahrungsmitteln kaufen die Leute, um sich einen Kinder- oder Heiratswunsch zu erfüllen bzw. für das nächste Jahr genug Essen zu haben. Sogar Diplome könnt ihr im Kleinformat erwerben und darauf hoffen, dass ihr im nächsten Jahr eure wichtigen Prüfungen besteht.

Damit die Wünsche auch wirklich wahr werden, geht ihr mit den erworbenen „Alasitas“ in die Kirche und lasst sie von dem Pfarrer mit Weihwasser segnen. An diesen Tagen sollen wirklich alle Kirchen brechend voll sein. Aber laut der alten Aymara Tradition müsst ihr Ekeko mit den „Alasitas“ behängen und als Zeichen der Verehrung, symbolisch mit ihm rauchen und Alkohol trinken.
Auch wenn es nur Träumereien der Leute sind, glauben heutzutage nicht nur die Aymaras an diese Tradition, sondern wirklich fast alle Bolivianer, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen.
Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn im Januar das Fest der „Alasitas“ beginnt und ich diesmal mit dabei sein kann, um das bunte Treiben an den Marktständen zu beobachten. Wahrscheinlich werde ich auch das eine oder andere „Alasita“ kaufen oder an Freunde verschenken, um meine Wünsche wahr werden zu lassen.
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